Ich will nicht in eine Seniorenresidenz

Group of old people walking outdoor

Das Zukunftsinstitut von Horx hat die neue Trendstudie „50 Insights – Zukunft des Wohnens“ herausgegeben. Im Artikel von Oona Horx im Handelsblatt zeigt sie auf, wie die neuen Alten denken: Gemäss einer Befragung ist der Deutsche mit 77 Jahren alt, beim Amerikaner liegt die Alt-Grenze sogar bei 80 Lebensjahren.

Will ich wirklich mit 60 Jahren als Frühpensionär an meinen letzten Lebensabschnitt denken und mich an kleinen Dingen des Tages freuen, die da auf mich zukommen werden – ein Spaziergang ums Haus, einen Kuchen zum Kaffee? So suggerieren mir Seniorenresidenzen, wie ich wohl alt werde. Doch gilt in Zukunft noch, dass das Zuhause als Ort der Geborgenheit wahrgenommen werden muss oder ist unser Zuhause ein „Hub“ von dem aus wir das ständige Nomadentum betreiben? Für mich sieht die Zukunft klar aus: Ich werde mich vom Stress des Wohneigentums mit Pflege des Gartens und der ewigen Reparatur der Liegenschaft verabschieden, damit ich mehr reisen und mehr Golf spielen kann!

Schade, dass die Immobilienbranche die ältere Generation noch immer falsch wahrnimmt – quasi als Kukident-User und nicht als Smartphone-User.

Ich habe lange für die Automobilbranche gearbeitet. Mit der Lancierung von Kleinwagen bei deutschen Luxusfahrzeugherstellern kam eines dabei heraus: Die Älteren haben teils weiterhin ihre C-Klasse und A6 gekauft, doch ein Teil ist auf die Kleinwagen umgestiegen, um mobil zu bleiben.  Das hatte damals völlig überrascht, denn die A- und B-Klasse, bzw. A1 und A3 waren eigentlich für die jüngere Zielgruppe gedacht. Ältere Personen fahren so etwas nicht!